Die Rocker Kleidung der 60er Jahre

Die Rocker und Motorradfahrer wie wir sie heute kennen, haben ihren Ursprung in den 60er Jahren. In der späten Nachkriegszeit entwickelte sich in England mit der Rocker Kleidung zunächst ein neuer Modestil, der später eine ganze Lebensweise prägte. Die Rocker der 60er Jahre waren cool und das zeigten sie auch mit ihrer Rocker Kleidung. Sie galten als Subkultur und grenzten sich von der gewöhnlichen Bevölkerung gerne ab.

Typischer Kleidungsstil eines Rockers der 60er Jahre

Zu einer echten Rocker Kleidung gehörte unbedingt eine schwarze Lederjacke und eine Jeans. Die Jacke wurde meistens offen getragen und konnte Nieten aus Metall, Aufdrucke oder Aufnähte besitzen. Die Jeans war meist blau und saß eng an der Haut. Die Lederjacke beinhaltete oft einen Gürtel, der jedoch nicht geschlossen wurde, sondern an den Seiten herunter hing. Der Kragen war meist weit ausgeschnitten und reichte bis an die Schulter. Alternativ konnte auch eine schwarze Lederweste getragen werden. Die passenden Schuhe für eine echte Rocker Kleidung waren ebenfalls aus Leder und konnten beispielsweise Motorradstiefel sein. Doch zu einem Rocker Outfit gehörte auch die richtige Frisur. Eine Tolle und allgemein hoch gestilte Haare mithilfe von Pomade, einem Schmiermittel für das Haar, gehörte unbedingt dazu. Der Rock n Roll war ihre favorisierte Musik, woraus sich später verschiedene Rockrichtungen entwickelten.

Weiterentwicklung der Rocker Kleidung

Während sich die Rocker zunächst nur durch Lederjacke und Jeans von den anderen unterschieden, kam mit den Jahren die Leidenschaft für das Motorrad dazu. Als die Wirtschaft wieder bergauf ging, konnten sich die Jugendlichen endlich die motorisierten Zweiräder kaufen. Dementsprechend änderte sich die Rocker Kleidung und auch der Lebensstil. Die Rocker grenzten sich noch mehr vom bürgerlichen Leben ab, trugen auch Lederhosen und begannen sich zu tätowieren. Dies rührte vor allem auch von der Funktionalität der Kleidungsumstellung her und unterschied sie nun deutlich von der restlichen Bevölkerung. Sie wurden auch Ton-Up Boys bezeichnet, weil sie die Geschwindigkeitsmarke von 160 km/h mit ihren Motorrädern oft überschritten. Zu der Lederkleidung konnte auch ein Kopftuch und eine schwarze Sonnenbrille getragen werden.